Mittwoch, 24. Juli 2013
Um etwas klar zu stellen...
...ich glaube, ich muss an dieser Stelle einmal klar stellen, dass ich mir darüber bewusst bin, dass ich in so kurzer Zeit keine großartigen Veränderungen im Land bewirken kann. Ich weiß, dass mir das Land und vor allem die Menschen vor Ort, mehr geben können, als ich ihnen jemals geben könnte. Ich stelle mich als freiwillige Arbeitskraft zur Verfügung, ja, aber ich weiß, dass die Menschen vor Ort nicht ausgerechnet auf mich gewartet haben und dass ich nur Nummer zweihunderachtundfünfzig bin. Selbst wenn ich Sachspenden mitbringe, selbst wenn es den Menschen dort in dem Moment etwas bringt, dann ist das nur ein ganz kleiner Teil, ein ganz kleiner Schritt. Aber kann der einzelne Mensch nicht nur mit einem ersten kleinen Schritt etwas bewirken? Kann man nicht nur durch viele kleine Schritte die großen bewirken? Selbst wenn ich nach dieser Zeit etwas an geistiger Reife zunehme, Erfahrungen und Begegnungen sammle, auch dann war sie gut. Natürlich ist das Land dann noch genau so wie vor meinem Aufenthalt und es hat sich im Großen nichts geändert, ich habe nicht die Ressourcen, um eine Schule zu bauen oder etwas ähnlich Nachhaltiges zu bewirken, aber sind schöne Momente miteinander nicht auch sehr viel Wert? Ich wollte heute an dieser Stelle einfach nur einmal darauf aufmerksam machen, dass ich nicht vorhabe, die Welt zu ändern oder mich als Gutmenschen (guten Menschen? verbessert mich!) hinzustellen, sondern in eine fremde Kultur einzutauchen und eine Zeit voller beeindruckender Augenblicke zu erleben, aus denen man viele Eindrücke - sowohl negative als auch positive - mitnehmen kann.
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hey, vielleicht interessiert dich das: http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/weisser-mann-wohin--72385300.html
AntwortenLöschenist ein guter artikel und regt an, über solche afrikaaufenthalte mal nachzudenken. die einzigen, die einen nutzen daraus ziehen, sind nämlich wir westeuropäer. und ich glaube mittlerweile auch, dass es absolut keine hilfe ist. du arbeitest dort für lau, und unterstützt damit eine politik, die genau die zustände entstehen lässt, gegen die du eigentlich angehen willst. afrika braucht keine spenden, afrika braucht politische veränderung und vor allem dingen ist es der westen, der diese länder dorthin getrieben hat, wo sie jetzt sind: mitten in der armut.